Akupunktur: Sogar älter als die chinesische Medizin!

Akupunktur
Akupunktur

Akupunktur in der TCM

Akupunktur in der TCM (traditionelle chinesischen Medizin) wird meist zur Schmerzlinderung eingesetzt, aber auch bei orthopädischen, allgemeinmedizinischen, gynäkologischen, neurologischen und psychischen Problemen.
Die traditionelle chinesische Medizin erfreut sich immer größerer Akzeptanz im mitteleuropäischen Raum, weil sie den Menschen als Einheit von Geist und Körper sieht und mit natürlichen Mitteln die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Dabei ist die Akupunktur viel älter, als die erste Dokumentation durch den „gelben Kaiser“, der ca. 2600 v Chr. gelebt hat. Untersuchungen des Gletschermenschen „Ötzi“ haben etliche Akupunkturpunkte gezeigt, die zum leichteren Auffinden tätowiert waren und sich deutlich von der Tätowierung als Körperschmuck unterschieden. Sie waren typisch für die Behandlung von Arthrosen, unter denen der Gletschermann nachweislich gelitten hatte.
Im Körper verlaufen nach chinesischer Meinung Energiebahnen, Meridiane genannt, auf denen wiederum die Akupunkturpunkte sitzen. Durch diese Energiebahnen läuft die Lebensenergie „Qi“. Ist sie blockiert, entsteht Schmerz und Krankheit. Durch gezieltes Nadeln der Akupunkturpunkte wird der freie Fluss des Qi angeregt. Der Einstich ist meist fast schmerzlos mittels steriler Einmalnadeln, die gleitfähig beschichtet sind. 
Bei akuten Schmerzen wird öfter pro Woche akupunktiert, bei chronischen Schmerzen einmal pro Woche. Man kann auch eine "Moxibustion" vornehmen, dabei wird ein Moxakegel auf eine Akupunkturnadel gesteckt und angezündet. Die dadurch entstehende Wärme wird sanft in den entsprechenden Meridian geleitet und dient der Energieanreicherung. Die Haut des Patienten wird nicht durch die Wärme beeinträchtigt.
Bei chronisch kalten Füssen hat sich diese Anwendung bewährt, auch bei Energielosigkeit in den entsprechenden Meridianen.

 

Ohrakupunktur - ein Mikrosystem in der Ohrmuschel

Die Ohrakupunktur unterscheidet sich von der Körperakupunktur einmal durch ihre geschichtliche Dokumentation, die vor  ca. 60 Jahren zuerst von dem französischen Arzt Paul Nogier vorgenommen wurde.
Er „entdeckte“ das Mikrosystem des Körpers in der Ohrmuschel, denn eigentlich war es eine Wiederentdeckung eines vergessenen Systems. Viele Völker vergangener und auch noch gegenwärtiger Kulturen hatten den Zusammenhang zwischen schmerzhaften Bezirken am Körper und korrespondierenden Punkten an der Ohrmuschel erkannt und genutzt.
Die Ohrakupunkturpunkte liegen viel dichter beisammen und sind „aktiv“, d.h. schmerzhaft, wenn im Körper ein Störherd vorliegt oder ein korrespondierendes Organ ein Problem hat.
Der gesamte menschliche Körper ist in Form eines Embryos in vorgeburtlicher Haltung- Kopf unten, Füße oben – im Ohr abgebildet, mit all seinen entsprechenden Organen und dem Bewegungsapparat. Ebenso existieren am Ohr auch Punkte, die dem emotionalen Gleichgewicht, der Allergiebereitschaft und anderer Befindlichkeiten entsprechen.Für Menschen, die gerne abnehmen oder das Rauchen aufgeben möchten, gibt es den " Punkt der Begierde". Das ist ein Ohrakupunkturpunkt den man nadeln kann, um die "Gelüste" in Schach zu halten,

 

Laserakupunktur

Eine Besonderheit stellt noch die Laserakupunktur dar. Anstelle der Akupunkturnadeln wird ein Softlaser eingesetzt, der mit bestimmten Frequenzen mittels Laserlicht die Akupunkturpunkte stimuliert. Dieser Laser der Klasse 3B verursacht bei ordnungsgemäßer Anwendung keine Gewebeschäden und ist besonders in der Behandlung von Kindern schmerzlos einsetzbar. Aber auch bei Nadelphobie Erwachsender ist der Nutzen der Akupunktur dadurch möglich. Ferner eignet sich die Laserbehandlung bei Narben und Wunden. Letztere heilen dann schneller ab.